Jugendpsychiatrische Abteilung (JPA)

Die Jugendpsychiatrische Abteilung (JPA) ist eine stationäre Einrichtung der Klinik für Kinder und Jugendliche, die über 12 Behandlungsplätze verfügt.

Zielgruppe

Die JPA behandelt Jugendliche im Alter von 13-18 Jahren, die von psychischen Krisen oder Erkrankungen betroffen sind, wie zum Beispiel:

  • Depressionen und suizidale Krisen
  • Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklungsstörungen
  • Angststörungen
  • Psychosen
  • Psychisch bedingte schulische Probleme
  • Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen

Behandlungskonzept

Die JPA verfolgt ein interdisziplinäres, milieutherapeutisches Behandlungskonzept, bei dem das Behandlungsteam (Therapie, Pflege/Sozialpädagogik, Schule) die Jugendlichen durch die Behandlung begleiten. Wir arbeiten mit Freiwilligkeit und Motivation, d.h. sämtliche Behandlungsmassnahmen setzen die Beteiligung der Jugendlichen und das Einverständnis der Sorgeberechtigten voraus. Der milieutherapeutische Rahmen lässt Spielraum, auf die individuellen Grenzen, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen und ihrer Familie einzugehen. Die Klärung des Auftrags mit gemeinsamer Zielvereinbarung stellt das Kernstück der Behandlung dar. Die Behandlung selbst verläuft in 3 Phasen: Diagnostik, Therapie, Austrittsplanung.

Diagnostik

  • Erhebung der Vorgeschichte des Jugendlichen und seiner Familie
  • Testpsychologische Untersuchungen und medizinische Abklärungen
  • Kennenlernen und Beziehungsaufbau, um die Fähigkeiten und Ressourcen, aber auch die Belastungen der Jugendlichen und ihres Umfeldes besser zu verstehen

Therapie

  • Milieutherapeutische Gestaltung und Strukturierung des Alltags, die Selbstständigkeit und vorhandene Fähigkeiten fördert und unterstützt
  • Aktivitäten, Freizeitgestaltung, Sport
  • Internes Schulangebot, das schulische Ressourcen ermittelt und fördert
  • Psychotherapie einzeln und in der Gruppe (soziales Kompetenztraining)
  • Zusatztherapien (Körper-, Ergo-, Physio- und Musiktherapie)
  • Regelmässige Familiengespräche mit therapeutischen und pädagogischen Mitarbeitenden

Austrittsplanung

Bei der Vorbereitung des Austritts steht im Vordergrund, dass die Jugendlichen und ihre Familien auf die Zeit nach dem stationären Aufenthalt vorbereitet sind und mit einem gestärkten Selbstvertrauen ihren Alltag wiederaufnehmen können. Dazu gehört:

  • Die Beziehung zwischen Jugendlichen und Familie ist gestärkt oder geklärt.
  • Die schulische Situation ist geklärt und aufgegleist.
  • Kontakte zu Gleichaltrigen und die selbstständige Freizeitgestaltung können wieder gepflegt werden.
  • Bei Bedarf ist eine ambulante Einzeltherapie oder Familienunterstützung aufgegleist.
  • Wenn eine Fremdplatzierung Teil des Behandlungsauftrages war, so sind die dortigen Strukturen und Bezugspersonen der/dem Jugendlichen und den Sorgeberechtigten bekannt.

Alexandra Schwald, lic. phil.

Psychologische Abteilungsleiterin JPA

Sikkina Winteler, Dr. med.

Oberärztin Jugendpsychiatrische Abteilung

Anja Berger, Dipl. Pflegefachfrau HöFA I

Pflegerisch Pädagogische Leiterin JPA

Notfall Kontakt

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