«Ich werde einen Schwerpunkt auf die Digitalisierung legen»

Auf den neuen CEO der UPK Basel, Michael Rolaz, warten vielfältige Herausforderungen. Zum Stellenantritt im Mai beantwortet er fünf Fragen.

Der Betrieb eines Spitals beruht auf einem hoch komplexen Zusammenwirken zahlreicher Faktoren: Medizin, Pflege, Technik, Finanzierung, Politik... Es braucht viele Berufsjahre, um in diesem Gefüge sattelfest zu werden. Michael Rolaz ist einen dazu geeigneten Weg gegangen.

Über acht Jahre war er für das Kantonsspital Baselland tätig, zuletzt in der Geschäftsleitung als Leiter Strategie und Projekte, ebenso als Leiter des Covid-19-Krisenstabs, vorher als Standortleiter in Laufen und auf dem Bruderholz. Frühere Stationen waren die Psychiatrischen Dienste Aargau (CFO, CIO), der Krankenkassenverband Santésuisse (Leiter Spital stationär), das auf Patientenbefragungen spezialisierte Unternehmen MECON (Geschäftsführer) sowie das Bethesda-Spital in Basel (Betriebswirtschafter).

Mit Michael Rolaz konnten die UPK Basel eine geballte Ladung an Führungskompetenz gewinnen. «Alles neu macht der Mai», heisst es in einem alten Frühlingslied. Zieht mit Michael Rolaz auch der galoppierende Wandel an den UPK ein?

UPK-News: Als oberster Unternehmensentwickler im Kantonsspital Baselland gehörte die Digitalisierung zu Ihren Kernaufgaben. Wie wichtig ist die Digitalisierung für eine psychiatrische Klinik?
Michael Rolaz: Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende und zuweisende Ärztinnen und Ärzte erleben heute Digitalisierung täglich, beruflich und im privaten Umfeld. Ich denke an Bankgeschäfte oder Online-Buchungen. Diese heute selbstverständlichen Erfahrungen sollen auch im Behandlungs- und Arbeitsumfeld möglich sein, damit die heutigen Ansprüche erfüllt werden. Das können therapeutische und prozessunterstützende Elemente sein. Im Rahmen der UPK-Strategie werde ich einen Schwerpunkt auf die Digitalisierung legen. Vor allem soll damit den Fachpersonen mehr Zeit am Patienten ermöglicht werden.

Psychiatrische Kliniken stellen ein besonderes Feld in der Spitallandschaft dar. Wie ist Ihr Bezug zur Psychiatrie?
Sind psychiatrische Kliniken wirklich so anders? Allen Spitälern gleich ist die Behandlung von Patienten und Patientinnen. Dabei soll sowohl in der Psychiatrie wie in der Somatik der Patientennutzen überwiegen. Auf der Behandlungskette nähern sich diese beiden Bereiche ohnehin zunehmend an. Persönliche Erfahrungen habe ich als Leiter Finanzen und Informatik in den Psychiatrischen Diensten im Kanton Aargau gemacht und als Experte fürs Psychiatriekonzept Zürich.

Ihre berufliche Tätigkeit verlegen Sie von Liestal nach Basel. Die Spitalfusion wurde Anfang 2019 per Abstimmung abgelehnt. Wie steht es um die Kooperation zwischen den psychiatrischen Kliniken der beiden Basler Kantone?
Mit meiner Kollegin im Kanton Basel-Landschaft verbindet mich eine gemeinsame berufliche Vergangenheit, sodass ich sicher bald einen Antrittsbesuch plane. Im Rahmen der Psychiatrieplanung sollten wir doppelte Vorhaltungen gut prüfen. Wie auch immer: Jede Zusammenarbeit muss für die Patientinnen und Patienten Sinn ergeben.

Die Gesundheitsinstitutionen werden durch die Covid-19-Pandemie stark belastet. Wie meistern aus Ihrer Sicht die Schweizer Spitäler diese Herausforderung?
Hervorragend! Das Engagement und die Professionalität, mit der die Pandemie im Grossen und Ganzen gemeistert wird, sind beeindruckend. Den meisten Patienten und Patientinnen konnte eine adäquate Behandlung angeboten werden.

Unabhängig davon, welche Krankheiten behandelt werden, in einer Klinik vereinen sich viele verschiedene Berufsbereiche. Welche Werte sind Ihnen besonders wichtig, damit die Zusammenarbeit funktioniert?
Menschlichkeit, Respekt, Teamwork, Vertrauen und Verantwortungsübernahme. Das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Berufsgruppen, die Interprofessionalität, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Als CEO setze ich mit der Geschäftsleitung den Rahmen und zeige die Richtung auf, aber die Patientenbetreuung, unsere eigentliche Mission, obliegt unseren fachlich bestens ausgebildeten Mitarbeitenden. Sie sind die Expertinnen und Experten. Darauf vertraue ich.

Herzlich willkommen, Herr Rolaz, und wir wünschen Ihnen einen guten Start an den UPK Basel!

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