Steigende Temperaturen beeinträchtigen zunehmend den Schlaf. Darauf weist die Schlafforscherin Christine Blume in der aktuellen Folge des Podcasts «Über Schlafen» von «Deutschlandfunk Nova hin. Christine Blume ist Schlafexpertin am Zentrum für Chronobiologie der UPK und produziert den Podcast gemeinsam mit der Wissenschaftsjournalistin Ilka Knigge. Das Format erscheint jede Woche auf Deutschlandfunk Nova» und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie mit dem Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet.
«Menschen leiden zunehmend unter der Hitze, viele auch unter Schlafproblemen, und es sind davon mehr Frauen als Männer betroffen», sagt Christine Blume. Ein Blick nach Deutschland zeige, dass gemäss dem repräsentativen Hitzereport 2026 knapp 70 Prozent der Menschen über Schlafprobleme aufgrund der Hitze berichten. Dass uns hohe Temperaturen den Schlaf rauben, werde auch durch internationale Forschung gestützt. Eine gross angelegte Studie verknüpfte zum Beispsiel mehr als sieben Millionen nächtliche Schlafaufzeichnungen aus 68 Ländern mit lokalen Wetterdaten. Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei älteren Menschen, Frauen sowie in Ländern mit niedrigem Einkommen. Hoffnung darauf, dass sich Menschen kurz- oder langfristig an höhere Nachttemperaturen anpassen, machen Forschungsergebnisse laut Christine Blume leider nicht. Im Podcast gibt sie allerdings auch wertvolle Tipps, wie man die Chancen auf eine gute Nachtruhe auch in Tropennächten erhöhen kann – etwa mit einer «Kühlflasche».
«Strategien gegen Schlafprobleme bei Hitze» (14. Juli 2026, Podcastreihe «Über Schlafen», «Deutschlandfunk Nova»).