PD Dr. Marc Schmid ist zum neuen Vorsitzenden der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) gewählt worden. Der Fachverband zählt mehr als 3'000 Mitglieder in den deutschsprachigen Ländern Schweiz, Österreich und Deutschland und engagiert sich für die Forschung sowie für eine verbesserte, evidenzbasierte Versorgung traumatisierter Menschen. Der DeGPT ist Marc Schmid seit vielen Jahren verbunden. Sein Anliegen ist es, die Forschenden im Bereich der Psychotraumatologie stärker zu vernetzen und die interdisziplinäre Versorgung von Menschen mit Vernachlässigungs- und Misshandlungserfahrung weiterzuentwickeln und deren gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Fachkräfte benönigten sychotraumatologisches Fachwissen und Handlungskompetenzen. Innerhab der DeGPT machte sich Marc Schmid in den letzten Jahren besonders für eine webbasierte Qualitätssicherung der zertifizierten Ausbildung in Traumapädagogik und traumazentrierter Fachberatung stark.
Im Zentrum: Fremdplatzierte Kinder und Careleaver
An den UPK liegen Schmids Arbeits- und Forschungsschwerpunkte in der kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychotherapeutischen Versorgung misshandelter und vernachlässigter Kinder. Ein besonderes Gewicht hat dabei die Forschung zu Heim- und Pflegekindern und in der Implementierung und Evaluation von traumapädagogischen Konzepten in verschiedenen psychosozialen Handlungsfeldern. Dazu zählt insbesondere die Studie JAEL, in deren Rahmen unter Marc Schmids Leitung während nahezu eines Jahrzehnts untersucht wurde, wie sogenannte Careleaver den Übergang ins Erwachsenenleben bewältigen. Daraus entstand auch ein E-Learning-Programm für Fachkräfte aus sozialpädagogischen Angeboten. Zu Marc Schmids weiteren Tätigkeitsfeldern gehören die Implementierung und Evaluation der multisystemischen Therapie im Kinderschutz (MST) sowie die Entwicklung Liaisonkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe.
Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde Schmid mit dem Inger-Salling-Preis 2024/25 ausgezeichnet.