Noch vor 25 Jahren wurden Fachleute belächelt, wenn sie darauf hinwiesen, dass AD(H)S nicht nur Jungen und Männer betrifft, sondern auch Mädchen und Frauen. Heute gilt als gesichert: Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung kennt kein Geschlecht. Dennoch wird sie bei Frauen oft erst spät diagnostiziert, da sich die Symptome häufig anders äussern als bei Männern.
Im UPK-Genderpodcast «Frau.Psyche» erklärt Dr. Victoria Block, weshalb viele betroffene Frauen ihre Symptome über Jahre hinweg maskieren. Entlang eines Fallbeispiels zeigt sie auf, wie AD(H)S mit Erschöpfung und Depression zusammenhängen kann. Ausserdem spricht Victoria Block über die Chancen einer Diagnose, moderne Behandlungsmöglichkeiten, den Einfluss des weiblichen Zyklus auf AD(H)S-Symptome sowie über das kreative Potential vieler Menschen mit AD(H)S.
Victoria Block ist Psychologische Klinikleiterin an der Privatklinik (UPKP) und spezialisiert auf AD(H)S und Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Im UPK-Genderpodcast «Frau.Psyche» unterhält sie sich mit Irene Grüter, SRF2 Kultur.
Folge 2: «AD(H)S bei Frauen: Warum die Diagnose oft spät kommt».
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