Die UPK untersuchen den Einsatz digitaler Technologien in der psychiatrischen Versorgung – vorerst mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im Projekt «Wearables in der Adoleszenz» erforscht ein Team unter der Leitung von Prof. Philipp Sterzer, inwiefern sich mit Smartwatches und einer Smartphone-App zusätzliche Erkenntnisse für die Behandlung gewinnen lassen. Philipp Sterzer ist Chefarzt am Zentrum für Diagnostik und Krisenintervention sowie Leiter der Forschungsgruppe Translationale Psychiatrie.
Bei Erfolg ist Ausweitung geplant
Im Zentrum des Projekts steht die Frage, ob solche Technologien im klinischen Alltag praktikabel, sicher und für die Behandlung von Nutzen sind. «Es geht darum abzuklären, was Wearables in der Psychiatrie leisten können», erklärt Philipp Sterzer. Bei positiven Ergebnissen soll der Einsatz der Wearables auf weitere Bereiche und Altersgruppen von Patientinnen und Patienten der UPK ausgeweitet werden.
Im Dialog mit der App
Die rund 40 Teilnehmenden erfassen während der Behandlung freiwillig Daten zu Bewegung, Schlaf, Herzfrequenz und Bildschirmzeit. Ergänzend geben sie regelmässig Auskunft über ihr psychisches Befinden. Die so gewonnenen Informationen sollen den behandelnden Fachpersonen ein differenzierteres Bild des Alltags der Patientinnen und Patienten vermitteln und Veränderungen zwischen den Konsultationen sichtbar machen. «Die Ergebnisse sollen uns eine wissenschaftliche Grundlage für den künftigen Einsatz digitaler Anwendungen in der psychiatrischen Versorgung schaffen», so Philipp Sterzer.
Verwendet wird für den 12 Monate dauernden Versuch die in der Schweiz entwickelte App Smilamind, die den hohen Anforderungen an Patientenschutz und Datensicherheit Rechnung trägt.