Fake-Videos, reale Risiken

Henning Hachtel in der «NZZ» über KI-veränderte kinderpornografische Inhalte.

Im Internet zirkulieren zunehmend Videos, die mithilfe künstlicher Intelligenz manipuliert worden sind und kinderpornografische Darstellungen zeigen. Das Bundesgericht hat kürzlich entschieden, dass Konsumentinnen und Konsumenten auch vor solchen Inhalten zu schützen sind. Das Urteil stärkt damit den präventiven Charakter des Strafrechts im digitalen Raum.

Der forensische Psychiater PD Dr. Henning Hachtel begrüsst diesen Entscheid. KI-basierte Fake-Videos seien keineswegs harmlos, sondern könnten enthemmend wirken. «Die Gefahr ist gross, dass solche Darstellungen Menschen mit pädophiler Neigung zu realen Übergriffen an Kindern oder Jugendlichen verleiten», warnt er. Henning Hachtel ist Chefarzt und Direktor der Klinik für Forensik (UPKF). Aus seiner klinischen Erfahrung heraus weiss er, dass der Konsum entsprechender Inhalte Fantasien verstärken und Hemmschwellen senken könne.

Das vollständige Interview mit Henning Hachtel unter dem Titel «Die Gefahr ist gross, dass Fake-Videos Pädophile zu reellen Übergriffen verleiten» erschien in der «Neuen Zürcher Zeitung» (22. Januar 2026).

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