Dr. Maximilian Meyer hat den «Swiss Addiction Research Award 2026» erhalten. Der Preis wird seit 2009 alle zwei Jahre verliehen und ging in diesem Jahr an drei Forschende. Dotiert ist er mit CHF 5'000. Die Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM), die den Preis vergibt, will damit die Arbeit junger und innovativer Suchtforschenden fördern.
Fokus: Risiken in der OAT
Maximilian Meyer ist Oberarzt am Suchtambulatorium (SAM) der UPK Basel und forscht am hiesigen Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen (ZAE). Seine nun ausgezeichnete Studie «Relative risks of adverse effects across different opioid agonist treatments» ist das weltweit erste systematische Review mit Meta-Analyse zu Nebenwirkungen in der Opioid-Agonisten-Therapie (OAT). Diese Therapie ist der Gold-Standard in der Behandlung der Opioidabhängigkeit. Maximilian Meyers Studie gibt Auskunft darüber, wie die Risiken von Nebenwirkungen individuell berücksichtigt werden können, um die Behandlungsqualität in der OAT laufend zu verbessern. Er konnte auch belegen, dass sich einige «klinische Mythen» zu OAT-Nebenwirkungen in der wissenschaftlichen Literatur nicht bestätigen lassen. Maximilian Meyer hat mit seinem Forschungsteam für «Relative risks of adverse effects across different opioid agonist treatments» drei Jahre lang geforscht. Die Studie wurde 2025 publiziert.
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Preisverleihung: Auf dem Foto zu sehen sind (v.l.n.r.): Dr. Toni Berthel (Präsident SSAM), PD Dr. Louise Penzenstadler (Vorstand SSAM), Dr. Lavinia Baltes-Flückiger (Preisträgerin), Dr. Maximilian Meyer (Preisträger), Prof. Marc Vogel (Vorstand SSAM und Chefarzt am Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der UPK Basel), PD Dr. Marcus Herdener (Vize-Präsident SSAM). Dr. Nathalie Rieser (Preisträgerin) war am Anlass nicht dabei.